LLoyd van Hellfire




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PUNK (kommt aus dem Amerikanischen und bedeutete, bevor dieses Wort eine Musikrichtung und deren Anhänger bezeichnete):
faul, schäbig, armselig oder Unsinn, Quatsch Den Begriff verwandte man aber auch für jugendliche Außenseiter, Vagabund, Krimineller oder für einen einfältigen Narren.

Doch wie entstand die Stilrichtung Punk eigentlich? Was waren / sind ihre Ziele?? Wie difiniert(e) sich die Szene?? Wer gab welche Ansätze??

Seit der Punk als Musikrichtung gesellschaftsfähig bzw. vermarktbar wurde, schwellt zwischen den amerikanischen und englischen Musikkritiker ein Streit, wer den Punk "erfunden" hätte? Die Amerikaner verweisen dabei auf das CBGB, jenem New Yorker Schuppen in dem Mitte der 70-er - und damit eindeutig vor den Pistols - Gruppen wie Television, Suicide, Ramones, Talking Heads, Blondie oder Patti Smith auftraten. Die Gruppen hatten jedoch musikalisch nicht viel miteinander gemeinsam. Ein Teil der Musiker verstand sich als Avantgard in der direkten Nachfolge von Velvet Underground (Andy Warhol), tendierte zu harten Drogen und verehrten die Beat-Generation Poeten Burroughs, Kerouac oder die französischen Dichter Baudelaire und Rimbaud. Der Big Apple befand sich zu dieser Zeit im Disco-Rausch, und so führten die Protagonisten zwar ein sehr innovatives aber eher unauffälliges Dasein am Rande der New Yorker Musikszene.
Im Januar '76 erschien in bester traditioneller Underground-Aufmachung ein Magazin namens Punk. Die erste Ausgabe proklamierte das Ende der Disco-Scheiße, berichtete von Marlon Brando, den Ramones und veröffentlichte ein längeres Interview mit Lou Reed. Legs McNeil, Autor der Zeitschrift, wollte der ganzen Bewegung den Begriff Punk überstülpen, doch die Betroffenen fanden das eher lächerlich, weder die Ramones noch Blondie verstanden sich als Punk.

Malcom McLaren (späterer Manager der Sex Pistols) hielt sich Ende '74-Anfang '75 in New York auf. Er übernahm das Management der New York Dolls, verpasste ihnen ein neues Outfit mit kommunistischen Symbolen, aber sein Bemühen, die New York Dolls vor ihrer Auflösung zu bewahren, war vergeblich . McLaren kehrte nach London zurück mit der Idee dort eine ähnliche Gruppe zu schaffen. Jedoch ließen sich die Verhältnisse von USA nicht einfach auf UK übertragen. Anders als in den USA, wo Städtenamen wie Detroit, Chicago, New Orleans oder Nashville als Synonym für Musikrichtungen stehen, wo praktisch jeder Musiker seinen Platz, seine Nische finden kann, wurde die englische Musikszene von den Supergruppen der späten 70-er beherrscht. Led Zeppelin, Pink Floyd, Yes, Genesis, Emerson, Lake & Palmer... aufgeblasener Bombastrock, Kitsch mit Kunstanspruch, mit riesigen Produktionskosten und Gewinnen. Doch egal wie man zu dieser Art von Musik steht, Fakt war, die Gruppen hatten sich meilenweit von ihrem Publikum entfernt. Ihre Texte hatten nichts mit der Realität ihrer Zuhörer zu tun. England befand sich in einer Rezession, und einem großen Teil der jugendlichen Schulabgänger drohte die Arbeitslosigkeit.

Malcom McLaren fand ein paar Jungs, die bereit waren sich von ihm managen zu lassen. Er nannte die Gruppe Sex Pistols, um so auch etwas Promotion für seinen Klamottenladen "Sex" zu machen. Die ersten Auftritte der Pistols lösten eine Initialzündung aus. Obwohl ihre Gigs kaum 100 Besucher zählten, inspirierten ihre Auftritte eine große Anzahl der Zuschauer dazu eigene Bands zu gründen, oder bestehenden Bands dazu ihre Musikrichtung zu ändern. "Gestern hab' ich mich noch für den letzten Dreck gehalten, dann hab' ich die Sex Pistols gesehen, wurde zum King und beschloss, in die Zukunft zu schauen. Ich hab' sie gesehen und sofort gewusst, daß Rhythm'n'Blues eine tote Sache war, und dass dies irgendwie die Zukunft war." (Joe Strummer; aus The Clash, Revolution Rock, Sonnentanz-Verlag). Innerhalb nur eines knappen halben Jahres hatte sich Pub-Rock-Szene in London verändert. Überall schossen neue Bands wie die Pilze aus dem Boden, Damned, Subway Sect, Clash, Vibrators, Siouxsie and the Banshees, Chelsea... Aber nicht nur in London, sondern auch in Manchester, die Pistols spielten am 4.Juni'76 dort und anschließend gründeten sich Buzzcocks, Slaughter & the Dogs und Eater.
Am 13.Juli'76 erschien das Fanzine "Sniffin' Glue...+ other Rock'n'Roll habits for Punks!" Herausgeber und Schreiber in einer Person war Mark P.(erry). Er hatte bei einem Konzert der Ramones in London Brain James (Damned) und Shane McGowan (Pogues) getroffen. Sie bezeichneten sich selbst als Punks, und Mark entschloß sich, ein Fanzine für diese Art von neuer Musik herauszugeben. Den Namen seines Magazins entlieh er dem Ramones Titel "Now I wonna sniff some glue".

Am 20/21. September fand in dem 100 Club (London, 100 Oxford Street) das erste Punk Festival statt. Spätestens jetzt hatte sich für die neue Musikrichtung der Begriff „PUNK“ etabliert. Nach dem Auftritt der Pistols im Dezember '76 in der "Today"-Show wusste fast jeder Brite, was Punk war. Die Boulevard-Presse verfolgte die Entwicklung mit Argusaugen und jede zerbrochene Bierflasche sorgte für ein neuen Skandal.

Anders als ihr New Yorker Pendant verstand sich die britische Szene als eine Bewegung. Sie nannten sich Punks, trugen kurze Haare, haßten Hippies, traten gegen das System an, spielten laute, aggressive, kurze Songs und hatten ihre eigene Mode, mit der sie sich von den restlichen Jugendlichen absetzten. Gerade die äußeren Merkmale erleichterten es der Öffentlichkeit das Phänomen zu benennen und zu kategorisieren. Für die britische Sensations-Presse waren die Skandale der Punks ein gefundenes Fressen. Jedoch verstanden auf der anderen Seite die Punk-Bands (bzw. ihr Management) die übertriebene Presseaufmerksamkeit für ihre Zwecke (Promotion) zu nutzen.

Das Jubiläumsjahr der Queen. (25 Jahre im Amt.) "God save the Queen" sangen die Pistols und starteten einen genialen Werbegag, eine Bootsfahrt auf der Themse, die im Chaos endete und für die entsprechenden Schlagzeilen sorgte.Die LP "Never Mind The Bollocks; Here Are The Sex Pistols" erschien, ebenso wie die ersten LP's von Clash, Boys, Damned, Vibrators, 999, Jam... . Tourneen verschiedener Punk-Bands durch UK und Europa ließen die Fangemeinde wachsen.

'78. Eine Flut von Punk-Bands gründeten sich in UK und konnten einige überraschende Erfolge verbuchen. Doch für die Galionsband des Punks - den Pistols - erwies sich ihre US-Tour Anfang '78 als ein Debakel. Ihre Auflösung folgte, und nach Sids Drogentod im Januar 1979, schien die Punk-Bewegung nach nur 2 Jahren am Ende zu sein.

Wenigstens die Presse sah es so. Die Sex Pistols spielten eine herausragende Rolle in der britischen Presse, doch inzwischen hatte sich die Punk-Szene längst etabliert, und ihr Fortbestand hing nicht von der Existenz einer Gruppe ab. Die Gefahr drohte aus einer ganz anderen Richtung, von der normalen Entwicklung einer Band. Die Gruppen wurden musikalisch reifer und verschiedene neue Einflüsse hielten in ihrer Musik Einzug. Reggae (Members, Ruts, Clash, Angelic Upstart); Mod-Revival (Jam, Melton Parkas, Chords); die Annäherung zur Popmusik (Billy Idol, Adam Ant, Police, Boomtown Rats); elektronischer, experimenteller Einfluß New Wave (Joy Division, Wire, Gang of Four, Ultravox, Fall, Bauhaus); oder die eher morbide Richtung, später Gothic genannt (Siouxsie & the Banshees, Cure). Sie alle hatten als Punk-Bands begonnen, und verkauften sich nun unter neuen Etiketten. Mick Jones (Clash) meinte zu dieser Entwicklung: "Wir sind der wahre Geist von ´76 in England. Andere Bands sahen was geschah, sie glaubten Punk würde das nächste große Ding sein, und sie wollten dabei sein. Die meisten von ihnen waren Mist. Sie versuchten einfach davon zu profitieren was ein paar gute Leute angefangen hatten. Als die Pistols hier rüber kamen und durchfielen, kam der Run auf den Punk schnell zur Ruhe. Die Bands beeilen sich nun woanders aufzuspringen. Eine Erlösung! Wir machen weiter. In einem Jahr kommen die anderen Bands wieder zurückgekrochen." (Interview, Los Angles Times)

Viele englische Punk-Bands machten inzwischen Tourneen durch USA, und die Amerikaner entdeckten nun auch ihre eigenen Gruppen, die zum Teil schon vor den englischen Gruppen bestanden. (Dead Boys, Dictators, Dickies, Avengers)

Das erste Punk-Revival startet schon 1980 mit der Tour von Discharge, Exploited und Anti-Pasti "Apokalypse Now". Diese Gruppen beriefen sich wieder auf die Anfänge des Punk-Rocks, spielten jedoch noch eine Spur härter und waren die Vorläufer des Hardcores. Gleichzeitig entstand ein Ableger Oi! (Cock Sparrer, The 4 Skins, Red Alert, Blitz), dem es nur schwer gelang auf Distanz zu seinen teilweise rechten Anhänger (Nazi-Skinheads) zu gehen.

Es folgten unendlich viele Revivals. Punk war jedoch nie eine Massenbewegung, selbst zu seiner besten Zeit in UK 1977, waren die Anhänger des Punks eine Minderheit unter den Jugendlichen. Vielleicht liegt darin das Geheimnis, daß immer wieder Gruppen ihn für sich neu entdeckten. Ob Nirvana, Red Hot Chili Peppers, Offspring, Green Day, Prodigy, Limp Bizkit oder Bloodhound Gang, sie alle entlehnten Attitüden, Mode oder Musik bei dem Punk.

Provokation und Selbstbestimmung

Das Aussehen der Punks bildete das äußerlich hervorstechende Merkmal der Abgrenzung zur bürgerlichen Gesellschaft. Gleichzeitig war es ein Mittel der gezielten Provokation und der Konfrontation mit gesellschaftlichen Tabus. Die betont abgetragene und zerrissene Kleidung stand für die soziale Herkunft und die Armut. Die Fesseln und Ketten am ganzen Körper symbolisierten die tägliche Unterdrückung. Das offene Tragen von Reizwäsche sollte die vorherrschende Doppelmoral in Bezug auf die Sexualität entlarven. Die bunten und bizarr gestalteten Haare, sowie der Schmuck aus Müll und die Sicherheitsnadeln, welche durch Ohren, Nase und Backen gestochen wurden, stellten die herkömmlichen Vorstellungen gemäß dem Motto ”Hässlich ist schön” auf den Kopf.
Wie bei den Jugendrebellionen der vorangegangenen Jahrzehnte waren die meisten Angehörigen älterer Generationen von den Entwicklungen völlig überrascht und reagierten entsetzt. Die bange Frage, was denn aus der Jugend geworden sei, wurde im privaten und im öffentlichen Rahmen immer wieder gestellt, oftmals verbunden mit der Bemerkung, daß es so etwas früher nicht gegeben hätte. Die bürgerlichen Medien berichteten ausführlich, richteten aber ihr Interesse nie auf die eigentlichen Zusammenhänge. Das Aufzeigen der tatsächlichen Ursachen hätte die künstliche Fassade der Gesellschaft entlarvt, denn Punk spiegelte im Grunde die gesellschaftlichen Entwicklungen, die lange aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt worden waren.
Im Gegensatz zu den oberflächlichen Darstellungen in den Medien war Punk nicht nur mit einer destruktiven Verweigerungshaltung, sondern auch mit der konkreten Aufforderung verbunden, aus der auferlegten Passivität auszubrechen und in einem positiven Sinne die eigene Initiative wiederzubeleben. So gehörte das Prinzip des ”Do it yourself” (”Mach es selbst”) zu den ursprünglichen Grundgedanken des Punk. Allgemein gefasst stand es für den Ausbruch aus der ständigen Fremdbestimmung und damit für die Wiederaneignung des Alltags.

Auf die Musik bezogen zielte es darauf, daß jede und jeder ein Instrument nehmen, praktisch ohne größere Vorkenntnisse einfach spielen, eine Band gründen und die Aufnahmen veröffentlichen kann. Es bedarf dabei keiner besonderen Fähigkeiten, es bedarf auch keinem High-Tech-Studio, keinem großen Label oder Manager. Es bedarf vielmehr dem Willen etwas selbstbestimmt zu tun und die unterdrückte Kreativität freizusetzen.

Das gleiche galt für die Fanzines, den Zeitschriften die von Personen aus der Szene veröffentlicht und mit einfachsten Mitteln hergestellt wurden. Im Vergleich zu den kommerziellen Musikzeitschriften wurden sie in einer minimalen Auflage vervielfältigt. Im Gegensatz zu diesen waren sie aber von der Musikindustrie völlig unabhängig. Finanzielle Aspekte spielten bei der Veröffentlichung in der Regel keine Rolle, der Verkaufspreis deckte zumeist gerade die Umkosten. ”Do it yourself” war auch der Grundsatz vieler kleiner Labels und Vertriebe, die zu dieser Zeit gegründet wurden, von denen aber nur wenige eine längere Zeit bestanden.

Punks und Gegensätze

Mit dem Anstieg der Arbeitslosenzahlen bei gleichzeitig geringen staatlichen Sozialleistungen und beständig hoher Inflationsrate hatten sich in England die sozialen Gegensätze verschärft. Für die Jugendlichen in den lebensfeindlichen Betonghettos der Vorstädte gab es, wenn überhaupt, nur die Wahl zwischen einer völlig entfremdeten Arbeit und der Arbeitslosigkeit bzw. dem damit verbundenen sozialen Abstieg, der nicht selten bis an die Grenze des Existenzminimums führte.

Die Möglichkeit einer freien Entfaltung war in keinster Weise gegeben. Das in dieser Situation wurzelnde Lebensgefühl vieler Jugendlicher in den Großstädten der Industriestaaten fand ab 1975 im Punk als Lebens- und Musikstil einen Ausdruck. Entsprechend waren Textzeilen wie ”No Future” (”Keine Zukunft”) keineswegs nur Schlagwörter des Punk, sondern charakterisierten die soziale Realität großer Teile der Jugendlichen in den Industriestaaten. Ausgehend von den gesellschaftlichen Bedingungen verstanden sich die Punks im übertragenden Sinne als Abfall der Gesellschaft, bekannten sich aber zu dieser Rolle und traten selbstbewusst aus dem sozialen Abseits in den Mittelpunkt der schockierten Öffentlichkeit. Hinter der Fassade von Wohlstand, Demokratie und königlicher Familie kamen dadurch plötzlich die Opfer des Systems zum Vorschein, die es wagten, die gesellschaftlichen Lügen als solche zu bezeichnen und sich dem Vorgegebenen zu entziehen.

Die Musik drückte das zerstörende soziale Klima kompromisslos aus. Sie war roh, brutal und hart, geprägt von Aggressivität. Musikalische Fähigkeiten waren nicht notwendig, es ging vielmehr um das Gefühl im Inneren. Die Sänger(Innen) brüllten und schrien ihre Empfindungen schonungslos aus sich heraus, während für romantische Vorstellungen längst kein Platz mehr bestand. Entsprechend prägte im Gegensatz zu den zumeist verschleiernden Texten kommerziell ausgerichteter Pop- und Rockbands eine vielfach eigenwillige und subjektive Auseinandersetzung mit der sozialen Situation die Songs der Punkgruppen. Schon lange hatte es eine Gegenbewegung zu den Star-Gruppen der Rockmusik wie Yes, Genesis und den Rolling Stones gegeben. Die Musiker dieser Bands lebten längst in einer Welt, die mit der ihrer Fans nichts mehr zu tun hatte. In den Pubs entstand dagegen schon um 1973 eine Rockkultur, die betont die Nähe zum Publikum suchte und an die Ursprünge des Rock anknüpfte. Die Punkmusik nahm diese Entwicklung auf und verband sie mit einer neuen Dynamik.

Punks und die „Gesellschaft“

Montags aufstehen, losgehen, blaumachen, deshalb Stress kriegen, nicht mehr können, nicht mehr wollen, und trotzdem weiter durchhalten. Dienstags Schule bis um drei, heim stressen, Hausaufgaben machen, lernen, Referat vorbereiten, nicht mehr können, glotzen, schlafen gehen und trotzdem noch nicht alles erledigt haben was zu tun war. Nebenbei noch jobben um wenigstens im gesteigerten Konsum Befriedigung zu finden.... Endlich Wochenende, die coolsten Partys auschecken und rein ins Vergnügen. Bier trinken, um die vergangene Woche zu vergessen und nicht an Montag denken zu müssen. Dabei bilden wir uns ein, wir hätten Spass....
....und unser Leben selbst im Griff.

Für viele von uns ist das einfach die knallharte Realität. Doch wenn wir die Sache genau betrachten, kann Mensch erkennen, dass wir mit unserem Leben auch einen bestimmten Zweck erfüllen. Unser ganzes Leben lang sind wir auf der Suche nach dem perfekten Glück, das in diesem System sehr von eigenen finanziellen Mitteln abhängt. Die Schullaufbahn hat den Sinn der Aussiebung: billige Arbeiter/innen - Angestellte - und, unsere Gesellschaft vorantreibenden, Intelligenzbestien. Diese Aussiebung richtet sich nach den von der Gesellschaft vorgegebenen Erwartungen und Werten (Disziplin, Autoritätshörigkeit, Pünktlichkeit...). Von früh an wird uns beigebracht vor allem nach unseren "eigenen Bedürfnissen" zu streben. Doch was sind unsere "eigenen Bedürfnisse"? Teure Klamotten, Computer, eigenes Auto?

Auf jeden Fall werden wir auf solche Dinge durch die Werbung getrimmt. Wenn wir das alles haben, bilden wir uns ein, wir wären glücklich, doch schon baut sich der nächste materielle Wunsch auf. Für uns ist der übersteigerte Konsumwahn einfach eine Ablenkung von unserer eigentlichen Rolle in diesem System. Wir arbeiten um uns unsere Freizeit finanzieren zu können. Wir haben Freizeit um uns zu erholen, uns zuzudröhnen, uns in eine andere Welt zu glotzen und uns von der eigenen Realität abzulenken, damit wir am nächsten Tag wieder da stehen, wo wir stehen sollen. Dieser Kreislauf macht uns kaputt. In dieser konsumorientierten Gesellschaft haben vor allem Frauen auch noch die Aufgabe gut auszusehen, bzw. einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Boomende Diättheorien und Magersucht sind das Ergebnis.

UND DIESE SCHEISSE HEISST KAPITALISMUS!!

Mit welcher offensichtlichen Aggressivität dieser Kapitalismus allen gegenübertritt, die sich ihm in den Weg stellen, hat Mensch nach den Anschlägen am 11. September gemerkt. Den kapitalistischen Interessen nach, wird ein Feindbild geschaffen, wie z.B. das vom bösen Moslemmenschen (siehe auch Filme wie True Lies, Ausnahmezustand....). Dieses wird durch einen Auslöser (der tatsächliche Anschlag) soweit aktiviert, dass alle westlichen Industrienationen solidarisch mit den USA in den "Krieg gegen den Terror" ziehen, um dort die eigenen wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Somit rücken weitere "Schurkenstaaten" ins Visier. Beim Irak teilen sich die Meinungen, weil die BRD wieder einen regen Handel mit diesem Staat aufbaut. Die schon lang geplanten Sicherheitsverschärfungen konnten infolge der Anschläge auf Amerika ohne großen Widerstand durchgesetzt werden. Der Überwachungsstaat wurde ausgebaut. Der Datenschutz wird aufgehoben. Die Zusammenarbeit von Polizei und Geheimdienst wird offiziell genehmigt. Rasterfandung wird angewandt (alle Menschen, die in ein bestimmtes Schema passen werden verdächtigt und kontrolliert z.B. männlich, arabischer Herkunft, technisches Studienfach). Die Gesetze richten sich nicht nur gegen sog. "islamistische Gotteskrieger", sondern gegen jede Form der Systemkritik, so auch gegen alle fortschrittlichen, linken Bewegungen. Es wurden z.B. Anfang Februar die Protestaktionen gegen die Nato-Sicherheitskonferenz in München verboten. Damit zeigt sich, dass das Recht auf Meinungsfreiheit nicht für systemkritische Meinungen zählt.

Punks und Frauen

Punk war von Anfang an von Männern dominiert. Dies zeigte sich rein zahlenmäßig in der Anzahl der Frauen in den Bands, aber insbesondere auch im Verhalten und Auftreten der Punks. Punk trat zwar an, um die bestehende Gesellschaftsordnung in Frage zu stellen, übernahm aber gleichzeitig vieles von dem, was vorgeblich abgelehnt wurde. Ein Bewusstsein für die besondere gesellschaftliche Unterdrückung war bei den männlichen Punks in der Regel nicht vorhanden. Punk als Musikstil an sich, als eine auf Aggression und Härte basierende Ausdrucksform, kam den anerzogenen Rollenmustern der Männer weitaus stärker entgegen als dem der Frauen. Männer wurden und werden von frühester Kindheit an dazu erzogen, unterdrückte Energien und Bedürfnisse aus sich herauszulassen, was nicht selten in einer aggressiven Weise geschieht. Frauen dagegen werden zu einer passiven Haltung erzogen. Sie sollen ihre Frustration und Aggression im Innern eher unterdrücken und verdrängen als sie offen zum Ausdruck bringen.

In der Tradition eines männlich-chauvinistischen Rockverständnisses waren Frauen für die meisten Musiker der bekannt gewordenen Bands benutzbare Objekte. Bei einigen Musikern zeigte sich dies vorwiegend im Verhalten, bei anderen auch in offen sexistischen Äußerungen und Texten. Neben den patriarchalen, gesellschaftlichen Strukturen bildete das individualistisch auf die eigene Persönlichkeit ausgerichtete Weltbild des Punk hierfür die wesentliche Ursache. Es ging den Punks vorrangig um eine persönliche Befreiung, um ein Ausleben und eine Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Diese Einstellung konnte schnell zu einer egoistischen, einzig auf das eigene Wohlbefinden ausgerichteten Haltung führen, die keine Rücksicht auf andere Personen nahm und entsprechend auch mit einem ungehemmten Ausleben männlicher Wunschvorstellungen verbunden war.

Dennoch ging Punk in Bezug auf die Rolle der Frauen in einigen Punkten über die bis dahin prägenden Entwicklungen im Pop- und Rockbereich hinaus. In den Bands waren Frauen, wenn auch noch immer klar in der Minderheit, verhältnismäßig stark vertreten, wobei sie im Unterschied zu anderen Musikströmungen nicht nur als Sängerinnen sondern verhältnismäßig oft als Instrumentalistinnen auftraten. Dort wo Frauen selbst Songtexte schrieben, waren diese vielfach von einer ungewohnten Direktheit und einer betont weiblichen Sichtweise geprägt. Hervorzuheben ist zudem, daß die äußere Erscheinung der weiblichen Punks in einer Ablehnung der von Männern bestimmten Schönheits- und Modeideale wurzelte. Das Aussehen diente entsprechend nicht dazu, um im traditionellen Sinne schön auszusehen, sondern vielmehr auch um sich von diesem auf die äußere Erscheinung reduzierten Bild zu lösen.

Epilog

Punk ist also nicht, wie die Menschen vermuten, eine faule, überflüssige Subkultur. Punk zeigt genau das auf, was die Menschen gerne verdrängen. Die Probleme der Gesellschaft, die festgefahrenen Strukturen, die Ängste der jüngeren Generationen. Punk konfrontiert die Gesellschaft schonungslos mit sich selbst. Doch dieser Teil der Realität, dieser Teil der Gesellschaft ist den meisten Menschen unangenehm. Wer wird schon gerne aus seiner „heilen Welt“ gerissen.

Doch es ist notwendig. Speziell in dieser Zeit, in der wir durch Konsum, Medien und immer weitere Lügen und Halbwahrheiten immer mehr den Bezug zur Realität verlieren!!!

Also hört nicht auf, die Gesellschaft mit dem zu konfrontieren, was sie selbst verbockt hat und nun gerne verdrängen würde.

Stay wild!!!! Stay Punk!!!!



Schwarz rote Stern (die geilste Seite über Punk und Anarchy)



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